V.l.n.r: Nela Kretzmann, Kunsterzieherin Carola Sleeper, Nina Schmidt, Dorothea Stricker, ärztl. Leitung MVZ Kerstin Zupaniec-Weichert  Plakat und Gemälde der Kunstausstellung "Vom Sein und Werden". Eine Ausstellung des Wahlfachs Kunst der Realschule Kitzingen (Klassenstufe 5 - 8).

V.l.n.r: Nela Kretzmann, Kunsterzieherin Carola Sleeper, Nina Schmidt, Dorothea Stricker, ärztl. Leitung MVZ Kerstin Zupaniec-Weichert

 

 

Junge Künstlerinnen setzen sich mit dem Erwachsenwerden auseinander

 

Kunstausstellung zum Thema „Sein und Werden“ im MVZ Gynäkologie der Klinik Kitzinger Land

 

 

Eine besondere Verbindung von Kunst, Bildung und Medizin ist erneut in den Räumen der Frauenarztpraxis des MVZ Kitzinger Land entstanden: Der Wahlfachkurs Kunst der Staatlichen Realschule Kitzingen unter der Leitung der Kunsterzieherin Frau Sleeper präsentiert dort unter dem Titel „Vom Sein und Werden“ eine eindrucksvolle Ausstellung, die sich mit dem Thema Erwachsenwerden, Frauwerden und Frausein auseinandersetzt.

In ihren Arbeiten beschäftigen sich die Schülerinnen der Klassenstufen 6 bis 8 auf sehr persönliche und zugleich künstlerische Weise mit Fragen der Identität, des Wandels und der eigenen Entwicklung. Die entstandenen Bilder spiegeln die Gefühle, Gedanken und Sichtweisen junger Mädchen wider und zeigen, wie facettenreich der Weg vom Mädchen zur Frau erlebt und dargestellt werden kann. Dabei reichen die Werke von symbolhaften Darstellungen – wie etwa von der jungen Künstlerin mit dem Pseudonym „Moon“ – bis hin zu farbenfrohen Kompositionen von Amelia Dluzynska, Nela Kretzmann, Nina Schmidt, Emily Schneider, Dorothea Stricker und Merle Will, die zum Nachdenken anregen.

Einen besonders passenden Ausstellungsort fanden die Arbeiten im MVZ Gynäkologie der Klinik Kitzinger Land. Unter der ärztlichen Leitung von Frau Kerstin Zupaniec-Weichert bietet die Praxis den jungen Künstlerinnen die Möglichkeit, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gerade in einer gynäkologischen Praxis, in der Frauen in den unterschiedlichsten Lebensphasen begleitet werden, erhält das Ausstellungsthema eine ganz besondere Bedeutung und schafft eine eindrucksvolle Verbindung zwischen Kunst und Lebenswirklichkeit.

Die Ausstellung ist nicht nur für die Schülerinnen eine wertvolle Erfahrung, sondern bereichert auch den Alltag der Patientinnen und des Praxisteams im MVZ Gynäkologie – ein wunderbares Beispiel für eine Zusammenarbeit, von der alle Seiten profitieren.

 

Gemälde von Lea Schömig im schwarzen Passpartout. Die Hand einer Mutter erscheint aus blauer Fläche und gleift eine Babyhand, die aus einer gelben Fläche hervorgeht. Ein Schriftzug "Geborgenheit, Liebe, Zuversicht ect." verläuft in Bögen durch das Bild.   MVZ Gynäkologie der Klinik Kitzinger Land von innen.   Gemälde eines Babys in blauer Decke eingewickelt und gehalten von den Armen der Mutter. Im Fond ein strahlendes Rot-Orange.

 

 

Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Pflege sind zum Gruppenfoto aufgestellt.   Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Pflege sind zum Gruppenfoto aufgestellt.

Bild 1: Absolventen vorne (v.l.n.r.): Kristina Kreußer, Wiktoria Wrobel, Paulina Wojciechowska, Tairou-Alpha Azouma, Wolfgang Behrendt. Mitte: Praxisanleiterinnen: Daniela Münch, Ursula Berninger, Sarah Müllender, Kathrin Wurm, Marlene Kilian, Simone Popp. Lehrerinnen: Nicola Lauer, Martina Ritz, Anita Böttcher, Friederike Seidel. Hinten links: Sven Kehrlein, Stellv. Pflegedienstleitung und Katharina Gottwalt, Schulleitung
Bild 2: Absolventen 1. Reihe (v.l.n.r.): Emily Hauck, Sina Hanakam, Anton Gebel, Zubair Faizi. 2. Reihe: Chasie Ametoglou, Mariia Svarnik, Vivien Hanke, Steven Oganjanjani. 3. Reihe: Lucie Wehowsky, Karen Höllein, Hannes König. Hinten: Alonso Damea, Niklas Friedrich, Enrico, Jasminka Krstevska, Daniel Werner. Praxisaleiterinnen: Daniela Münch, Sarah Müllender, Ursula Berninger, Kathrin Wurm, Marlene Kilian, Simone Popp. Lehrerinnen: Friederike Seidel, Martina Ritz. Stellv. Pflegedienstleitung: Sven Kehrlein

 

 

Herzblut, Teamgeist und geschaffte Prüfungen

 

Pflege-Absolventinnen und Absolventen der Klinik Kitzinger Land feiern Examen!

 

Herzlichen Glückwunsch an Kristina Kreußer, Wiktoria Wrobel, Paulina Wojciechowska, Tairou-Alpha Azouma, Wolfgang Behrendt, Emily Hauck, Sina Hanakam, Anton Gebel, Zubair Faizi, Chasie Ametoglou, Mariia Svarnik, Vivien Hanke, Steven Oganjanjani, Lucie Wehowsky, Karen Höllein, Hannes König, Alonso Damea, Niklas Friedrich, Enrico, Jasminka Krstevska, Daniel Werner, Chasie Chaliloglou, Lenny Lutz, Tugce Öcek und Michelle Weber!

Strahlende Gesichter, spürbare Erleichterung und großer Stolz: An der Klinik Kitzinger Land gab es am Donnerstag, den 30. Juli 2026, einen besonderen Anlass zum Feiern. Im Gemeinschaftsraum der Klinik kamen die Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Pflege zusammen, um den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung gebührend zu feiern. Gemeinsam mit der Stellv. Landrätin Margit Hofmann, ihren Angehörigen, Wegbegleitern sowie Vertretern der Klinik Kitzinger Land blickten die frisch gebackenen Pflegefachpersonen auf eine intensive und lehrreiche Zeit zurück.

Egal ob nach drei Jahren generalistischer Pflegeausbildung (Kurs GPA 4) oder nach dem einjährigen Kurs in der Pflegefachhilfe (Kurs PHG 6) – der Weg zum Examen verlangte den Schülerinnen und Schülern viel Abwechslung, Ausdauer und Teamgeist ab. Die Rückblicke aus dem Schulalltag zeigten eindrucksvoll, wie viel Dynamik in den vergangenen Monaten steckte. Der dreijährige Kurs GPA 4 bewies sich als echte Allrounder-Truppe: Neben dem Lernen für den Stationsalltag vertraten die Schülerinnen und Schüler den Pflegeberuf engagiert auf Messen, beim Tag der offenen Tür im Landratsamt oder beim Boys’ Day, um für Nachwuchs zu begeistern. Am Ende hielten 80 Prozent der Prüflinge stolz ihr Examen in den Händen – drei von ihnen werden der Klinik Kitzinger Land direkt erhalten bleiben.

Besonders bunt und bewegt ging es im Kurs PHG 6 zu, der als bisher größter Pflegefachhelfer-Kurs in die Geschichte der Schule eingeht. Gestartet mit 22 Teilnehmern im Alter von 16 bis 49 Jahren und aus sechs verschiedenen Nationalitäten, wuchs der Kurs trotz räumlicher Enge und anfänglicher Herausforderungen zu einer eingespielten Gemeinschaft zusammen. Das Ergebnis dieser starken Teamleistung kann sich sehen lassen: Alle 19 verbliebenen Prüflinge bestanden ihr Ausbildungsziel. Viele von ihnen bleiben der Klinik treu oder nutzen den Abschluss als Sprungbrett für die weiterführende Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann.

Ein solcher Meilenstein gelingt nicht ohne Rückhalt. Ein besonderer Dank galt daher der Schulleitung Katharina Gottwalt samt Team, darunter Kursleiterin Martina Ritz, allen Lehrkräften sowie den zentralen Praxisanleiterinnen und Stationsteams. Sie alle haben die Auszubildenden mit Fachwissen, Geduld und viel Herzblut durch die Höhen und Tiefen der Praxis- und Theoriephasen begleitet.

Beim anschließenden Imbiss stießen alle gemeinsam auf den neuen Lebensabschnitt an. Die Klinik Kitzinger Land gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen von Herzen zum bestandenen Examen und freut sich darauf, die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung gemeinsam mit ihnen zu gestalten.

 

Zuhörer von hinten mit Blick auf Rednerpult.   Frau Ritz am Rednerpult.   Gelbe Blumen   Stellvertretende Landrätin Margit Hofmann am Rednerpult.

 

Drei Absolventen der Berufsfachschule für Pflege.   Zwei Praxisanleiterinnen lachen in die Kamera.   Ein Absolvent spricht am Rednerpult.   Frau Gottwalt spricht am Rednerpult.

 

Zwei Absolventen freuen sich.   Magentafarbene Rose im Fokus.   Zwei Absolventinnen freuen sich.

 

Außenansicht der Klinik Kitzinger Land.   Außenansicht der Main-Klinik Ochsenfurt.

Pressemitteilung der Landratsämter Kitzingen und Würzburg

 

 

Weiterer Schritt zur Fusion von Klinik Kitzinger Land und Main-Klinik Ochsenfurt

 

Strukturgutachten bestätigt gemeinsames Medizinkonzept – Notfallversorgung bleibt an beiden Standorten gesichert

 

 

KITZINGEN/LANDKREIS WÜRZBURG. Die Klinik Kitzinger Land und die Main-Klinik Ochsenfurt gehen den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zu ihrer Fusion. Das nun vorliegende regionale Strukturgutachten der ZEQ AG Unternehmensberatung – welches mehrere Kliniken der Region einbezieht – empfiehlt eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur an den beiden Standorten zur langfristigen Sicherung einer hochwertigen Versorgung. Dieses Gutachten wurde bereits den zuständigen Kreistagen sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) zur Umsetzung empfohlen. Ein zentraler Auszug aus den Ergebnissen bestätigt dabei ausdrücklich, dass die Fusion der Klinik Kitzinger Land und der Main-Klinik Ochsenfurt ein wichtiger und richtiger Schritt ist.

Zukunft gemeinsam gestalten
Die Verantwortlichen der beiden Kliniken haben den 1. Juli 2027 als Zieltermin im gemeinsamen Fahrplan definiert und empfehlen den politischen Gremien, dass die Mainland Kliniken zu diesem Datum ihre Arbeit als gemeinsames Kommunalunternehmen aufnehmen. Dieses soll von den Landkreisen Kitzingen und Würzburg jeweils zur Hälfte getragen werden. Die endgültige Entscheidung über dieses umfangreiche Beschlusspaket und damit den rechtlichen Zusammenschluss liegt bei den Kreistagen der beiden Landkreise, die hierzu voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beraten und entscheiden werden. Denn durch die verschiedensten Vorgaben von Bund und Land ist die Krankenhausversorgung finanziell stark gefährdet. Im Anschluss an diesen politischen Prozess wird die schrittweise Umsetzung des medizinischen Konzepts erfolgen. Die geplanten medizinischen Schwerpunkte und organisatorischen Veränderungen würden dann in den darauffolgenden Monaten sukzessive umgesetzt, um einen reibungslosen Übergang für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende sicherzustellen.

Im Mittelpunkt steht dabei ein klares Ziel: Die Grund- und Notfallversorgung bleibt sowohl in Kitzingen als auch in Ochsenfurt weiterhin erhalten. Gleichzeitig werden medizinische Kompetenzen an jeweils einem Standort gebündelt, um Qualität, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken.

„Heute geht es nicht mehr um die Frage, ob wir fusionieren, sondern darum, wie wir diesen Weg erfolgreich gestalten. Mit dem Strukturgutachten verfügen wir jetzt über eine belastbare Grundlage und einen klaren Fahrplan für die Umsetzung. Auf dieser Basis können wir die nächsten Schritte gezielt angehen, die Fusion konsequent vorantreiben und unsere Kliniken rechtzeitig für die Anforderungen der Krankenhausreform zukunftsfähig aufstellen.“, sagt Landrätin Tamara Bischof.

Auch Landrat Thomas Eberth sieht in dem Gutachten eine wichtige Bestätigung des eingeschlagenen Kurses: „Die Empfehlungen zeigen, dass Zusammenarbeit der einzig richtige Weg ist. Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Krankenhausreform besser bewältigen. Die Bürger beider Landkreise werden von diesem mutigen Schritt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten profitieren. Damit können auch zukünftige Defizite leichter getragen und Synergien erzeugt werden.“

Notfallversorgung bleibt an beiden Standorten gewährleistet
Ein zentrales Ergebnis des Gutachtens ist die Sicherung der Notfallversorgung an beiden Klinikstandorten.
In Kitzingen soll ein integriertes Notfallzentrum (inkl. Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung) entwickelt werden. Auch in Ochsenfurt bleibt die Versorgung aller Notfallpatientinnen und -patienten gewährleistet.
„Für die Menschen in der Region ist diese Botschaft besonders wichtig: Wer medizinische Hilfe benötigt, findet auch künftig an beiden Standorten eine verlässliche Notfallversorgung. Unser Anspruch ist es, die medizinischen Strukturen Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Versorgung jederzeit zuverlässig aufrechtzuerhalten.“, sagt Christian Schell, Geschäftsführer der Main-Klinik Ochsenfurt.

Klare medizinische Schwerpunkte stärken beide Standorte
Das Gutachten empfiehlt für die Mainland Kliniken ein sogenanntes pragmatisches Umsetzungsszenario, das von den Gutachtern, den beteiligten Kliniken und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention klar befürwortet wird. Künftig werden die beiden Krankenhausstandorte ihre jeweiligen Stärken gezielt weiterentwickeln.

Am Standort Kitzingen werden insbesondere die Unfallchirurgie und Orthopädie mit Endoprothetik sowie die Wirbelsäulenchirurgie gebündelt. Darüber hinaus bleiben die Kardiologie mit Herzkatheterlabor, die Gastroenterologie sowie die Gynäkologie mit Geburtshilfe und Brustkrebszentrum wichtige Bestandteile des medizinischen Angebots.

Der Standort Ochsenfurt entwickelt sich insbesondere in den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie und Innere Medizin weiter. Neu soll dort eine geriatrische Fachabteilung aufgebaut werden, um dem steigenden Bedarf älterer Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Als standortübergreifende Klammer fungieren die Bereiche Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Hier wird jeweils nur noch ein Chefarzt die Versorgung an beiden Standorten organisieren.

„Die Spezialisierung bedeutet keinen Abbau von Versorgung, sondern eine sinnvolle Konzentration von Leistungen. So können wir medizinische Qualität weiter verbessern, Mindestmengen erfüllen und unsere Ressourcen effizient einsetzen“, erläutert Thilo Penzhorn, Vorstandsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land.

Dr. Uwe Pfeiffle, Mitglied des Vorstands der Klinik Kitzinger Land, ergänzt: „Das Medizinkonzept orientiert sich konsequent an den Empfehlungen des Strukturgutachtens und den Vorgaben der Krankenhausreform. Damit schaffen wir eine Struktur, die sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich tragfähiger ist und den Patientinnen und Patienten langfristig zugutekommt.“

 

 

Grafik zur Übersichgt über die Fachabteilungen der Mainland Kliniken nach Klinikfusion. An beiden Standorten entsteht ein attraktives Fachabteilungsspektrum. Links: Fachabteilungsspektrum nach Fusion der Klinik Kitzinger Land. Rechts: Fachabteilungsspektrum nach Fusion der Main-Klinik Ochsenfurt. Gezeigt werden Piktogramme zur Visualisierung der Fachabteilungen.

Quelle: Strukturgutachten Stadt und Landkreis Würzburg, Landkreis Kitzingen

 

 

Sicherheit für die Mitarbeitenden
Mit der Fusion verbunden ist auch ein klares Signal an die Beschäftigten:
Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
Ziel ist ausdrücklich, das vorhandene Fachwissen innerhalb des gemeinsamen Klinikverbunds zu sichern und weiterzuentwickeln. Die medizinische Schwerpunktbildung wird zu noch umfassenderer Behandlungs-Kompetenz am jeweiligen Standort führen.
„Unsere Mitarbeitenden sind die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der Fusion. Deshalb steht fest: Wir brauchen jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter. Die Veränderungen werden gemeinsam gestaltet – mit klarer Kommunikation, enger Zusammenarbeit und einer langfristigen Perspektive für alle Beschäftigten“, betont Robert Scheller, Vorstand des Kommunalunternehmens Landkreis Würzburg und Geschäftsführer der Main-Klinik Ochsenfurt.

Starke Krankenhausversorgung trotz unsicherem Umfeld
– erste Umsetzungen für 2028
Das Strukturgutachten empfiehlt ausdrücklich die Zielstruktur mit zwei leistungsfähigen Krankenhausstandorten in Kitzingen und Ochsenfurt ab 2028. Gleichzeitig weist es darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen – etwa durch die andauernden Reformbemühungen, die Ambulantisierung und die demografische Entwicklung – langfristig weiter verändern werden. Vor diesem Hintergrund kann zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden, ob weitergehende Versorgungsmodelle, wie beispielsweise eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (SÜV), sinnvoll und umsetzbar sind.
Ziel dabei ist, die wirtschaftliche Situation des gemeinsamen Kommunalunternehmens „Mainland Kliniken“ zu verbessern.
Solche Konzepte sind jedoch nicht Gegenstand der jetzt beschlossenen Struktur und wären unter den gesetzgeberischen Bedingungen derzeit nicht realisierbar.

Die Verantwortlichen in den Kliniken werden die Umsetzung des Medizinkonzepts nun kontinuierlich begleiten und die Versorgungsstrukturen regelmäßig überprüfen, um auch künftig eine hochwertige, wohnortnahe und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region sicherzustellen.

Klar ist aber auch: Mit dem rechtlichen Zusammenschluss der Klinik Kitzinger Land und der Main-Klinik Ochsenfurt zum 1. Juli 2027 beginnt erst die praktische Umsetzung der gemeinsam entwickelten Strukturen. „Das wird noch viel Herzblut, Engagement und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordern“, sind sich die Verantwortlichen einig.

Zahlen, Daten, Fakten
Die Klinik Kitzinger Land verfügt über 200 Betten und beschäftigt rund 780 Mitarbeitende. Jährlich werden dort rund 9.800 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und etwa 4.650 Operationen durchgeführt. Die Main-Klinik Ochsenfurt verfügt über 140 Betten und rund 500 Mitarbeitende. Pro Jahr werden dort etwa 6.500 Patientinnen und Patienten stationär versorgt und rund 4.000 Operationen durchgeführt. Ab dem 1. Juli 2027 werden beide Krankenhäuser unter dem Dach der Mainland Kliniken zusammengeführt. Die Klinik Kitzinger Land und die Main-Klinik Ochsenfurt werden auch künftig unter ihren vertrauten Namen auftreten.

 

 

Setzen die Klinikfusion um (von links):
Christian Schell (Geschäftsführer Main-Klinik Ochsenfurt), Thilo Penzhorn (Vorstand Klinik Kitzinger Land), Kitzingens Landrätin Tamara Bischof, Würzburgs Landrat Thomas Eberth, Dr. Uwe Pfeiffle (Vorstand Klinik Kitzinger Land) und Robert Scheller (Geschäftsführer Main-Klinik Ochsenfurt). Foto: Benno Schwab

 

 

 Protestgruppe vor der Klinik Kitzinger Land mit Bannern und Fahnen.  Birgit Jakob vor einem Mikrofon des BR.

 

Damit aus Reformen keine Versorgungslücken werden

 

Kitzingen, 12. Mai 2026 – Heute, am Internationalen Tag der Pflege, erhebt die Klinik Kitzinger Land ihre Stimme – nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Region. Mit einer aktiven Mittagspause als Protestaktion im Eingangsbereich der Klinik setzen sich Mitarbeitende, Bürgerinnen und Bürger gemeinsam gegen die geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen ein. Ihr Ziel ist klar: die wohnortnahe, optimale Versorgung für Kitzingen zu sichern, denn Gesundheit ist nicht verhandelbar.

Die Bundesregierung plant mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) massive Kürzungen, die die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen besonders hart treffen würden. Thilo Penzhorn, Vorstand der Klinik Kitzinger Land, betont: „Die Pläne sind Sparpolitik auf unserem Rücken. Notfallversorgung, faire Bezahlung von Pflegepersonal und die dauerhafte Finanzierung der Kliniken müssen gesichert werden. Sonst drohen Versorgungslücken, die uns alle betreffen.“ Schon jetzt arbeiten ambulante Notaufnahmen defizitär, und jede Behandlung muss von der Klinik bezuschusst werden. Mit den Sparplänen würde sich die Situation weiter verschärfen. Gedeckelte Pflegebudgets führen zu mehr Arbeitsdruck für die Mitarbeitenden und weniger Zeit für Patientinnen und Patienten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor 5,1 Mrd. Euro weniger für Krankenhäuser ab 2027. Schon 2024 verzeichneten 75 % der Kliniken Defizite, wie eine Studie von Roland Berger zeigt. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft unterstützt den Protest, denn Arbeitgeber, Beschäftigte und die gesamte Bevölkerung müssen hier an einem Strang ziehen. Heute geben die Mitarbeitenden der Klinik Kitzinger Land ihre Stimme für alle Kitzinger ab. Mit einer Symbolaktion – kostenlose Brezeln als Zeichen des Zusammenhalts – machen sie deutlich: Wohnortnahe Versorgung rettet Leben! Die Protestaktion richtet sich direkt an den Bundestag, denn das Gesetz darf in dieser Form nicht beschlossen werden. Die Klinik fordert die Politik auf, die Weichen für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung zu stellen – besonders für ländliche Regionen.

 

Barbara Leder am Mikrofon vor einer Videokamera.  Protestgruppe mit Banneraufschrift "Nein zur Gesundheitsreform".  ver.di Mitarbeiter hält eine Rede vor Klinikmitarbeitern.  ver.di Mitarbeiter vor dem Mikrofon.  Pflegefachpersonal mit Handhaltung Daumen nach unten. Die Person in der Mitte schwenkt eine ver.di Fahne.  Dr. Uwe Pfeiffle am Mikrofon vor der Klinik Kitzinger Land.  Protestgruppe mit Banneraufschrift "Es reicht mit uns."

Madeleine Back, Dr. Sonja Pfeifer, Ute Berthel, Kerstin Barthel, Dr. Andreas Cramer, Nicole Götz und Sina Müller posieren bei einer Spendenübergabe mit einem großen Scheck über 500 Euro.

V.l.n.r.: Madeleine Back, Dr. Sonja Pfeifer, Ute Berthel, Kerstin Barthel, Dr. Andreas Cramer, Nicole Götz, Sina Müller.

 

Gemeinsam stark: BewusstRaum übergibt 500 Euro an das Brustkrebszentrum

Ein Raum, der Kraft gibt, und ein Netzwerk, das trägt: Beim „Benefiz-Yoga“ im BewusstRaum Rimbach bei Volkach kamen kürzlich 28 Menschen zusammen – Betroffene, Angehörige, Ärztinnen und Ärzte. Das Ergebnis: eine Spende von 500 Euro für das Brustkrebszentrum der Klinik Kitzinger Land.

Yoga, Begegnung und Herzenswärme

Sina Müller und Kerstin Barthel, Gründerinnen des BewusstRaums, hatten die Idee zu dieser besonderen Veranstaltung. „Manchmal braucht es etwas Zeit, um zu begreifen, wie viel Tiefe und Verbundenheit in einem gemeinsamen Raum liegen kann“, schreiben sie auf Instagram. Ihr Ziel: einen Ort schaffen, an dem Frauen mit und nach einer Krebserkrankung einfach sein dürfen – ohne Erklärungen, ohne Druck. „Es darf aufhören, das Thema Krebs unter den Teppich zu kehren.“ Das Programm reichte von sanftem Yin-Yoga über Kaffee, Suppe und selbstgebackenem Kuchen bis hin zum gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer. „Ich war ziemlich platt. Wenn man die ganzen Schicksale hört…“, sagt Sina Müller. Doch genau diese Offenheit und der harmonisch eingerichtete Raum machten den Tag zu etwas Besonderem.

Netzwerk, das über die Medizin hinausgeht

Das Brustkrebszentrum Kitzingen engagiert sich seit Jahren weit über die medizinische Versorgung hinaus. „Die Krebsneuerkrankungsrate bei Brustkrebs steigt, aber die Sterberate sinkt deutlich.“, erklärt Dr. Sonja Pfeifer. Ein wichtiger Baustein für das Brustkrebszentrum ist das wachsende Netzwerk an Yoga-Trainerinnen, die speziell für Betroffene ausgebildet sind. Sina Müller und Kerstin Barthel haben sich dafür weitergebildet, um zu verstehen, wie sich Medikamente und Nebenwirkungen auswirken und wie Yoga gezielt unterstützen kann.

Dankbarkeit und Ausblick

Die Spendenübergabe fand im Brustkrebszentrum statt, wo Madeleine Back, Dr. Sonja Pfeifer, Ute Berthel, Dr. Andreas Cramer und Nicole Götz gemeinsam die 500 Euro entgegennahmen. „Unser tiefster Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben – den Teilnehmerinnen, den Familien, die im Hintergrund unterstützten, und dem Blumenhandwerk Volkach für die wunderschönen Blumen“, so Sina und Kerstin. Und eines ist klar: „Das war nicht das letzte Mal.“

Praxisanleiterinnen mit Blumen in den Händen, Der Vorstand der Klinik Kitzinger Land, die Pflegeleitung Birgit Jakob und die Landrätin Tamara Bischof blicken lächelnd in die Kamera.   Die Praxisanleiterinnen stehen im Kreis auf ein einer Treppe und stoßen lachend mit Sektgläsern in der Mitte an.

 

Die sieben Praxisanleiterinnen der Klinik Kitzinger Land (v.l.n.r.: Jennifer Lepelt, Ursula Berninger, Sarah Müllender, Simone Popp, Kathrin Wurm, Marlene Kilian, Daniela Münch) freuen sich gemeinsam mit Landrätin Tamara Bischof, Pflegeleitung Birgit Jakob, Vorstandsvorsitzendem Thilo Penzhorn und Vorstandsmitglied Dr. Uwe Pfeiffle über die Auszeichnung ihrer innovativen Ausbildungskonzepte.

 

Klinik Kitzinger Land überzeugt mit fünf prämierten Konzepten

 

Innovation, Engagement und Leidenschaft für die praktische Ausbildung – diese Werte stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Zentralen Praxisanleiterinnen der Klinik Kitzinger Land. Nun wurde ihr Einsatz belohnt: Gleich fünf ihrer eingereichten Praxisanleitungskonzepte erhielten den Praxisanleiterbonus des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Mit einer Einmalzahlung in Höhe von 10.000 Euro pro Konzept würdigt das Staatsministerium die Entwicklung innovativer Ansätze, die die praktische Pflegeausbildung in Bayern voranbringen.

 

Fünf Konzepte, eine Vision: Praxisanleitung neu gedacht

Die Klinik Kitzinger Land setzt seit Jahren auf eine qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung. Die sieben Praxisanleiterinnen haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um neue Wege in der Anleitung von Auszubildenden zu gehen. Ihre eingereichten Konzepte überzeugten die Jury und wurden als „best practice“- Beispiele ausgezeichnet. Die Themen reichen von der Versorgung chronischer Wunden über die Beobachtung von Bewegungs- und Haltungsmustern bis hin zu einem Reflexionsbogen für Auszubildende, der die Selbstreflexion fördert. Weitere Schwerpunkte sind die Pflegeberichtserstellung und -übergabe sowie der Ortswechsel mit Patient:innen.
Jedes Konzept ist durchdacht bis ins Detail: Lernziele, Methoden, Medien und Zeitplanung wurden präzise aufeinander abgestimmt. „Es geht darum, den Theorie-Praxis-Transfer für unsere Auszubildenden so greifbar wie möglich zu gestalten“, erklärt Ursula Berninger, Praxisanleiterin. „Dabei ist uns wichtig, dass die Konzepte lebendig bleiben und sich stetig weiterentwickeln – genau wie wir selbst.“

 

Die Leidenschaft für die Pflegeausbildung zahlt sich aus

Die umfassende Erstellung des Praxiskonzeptes für alle Ausbildungsklassen hat in der Vergangenheit viel Zeit gekostet. Der Aufwand hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Neben der finanziellen Anerkennung stehen vor allem die gestiegene Sichtbarkeit der fachlichen Arbeit und der gelungene pflegepädagogische Aufbau für die Auszubildenden. Die Konzepte werden nun bayernweit als Vorbild für andere Einrichtungen zur Verfügung gestellt. „Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus“, betont Ursula Berninger, eine der Praxisanleiterinnen. „Im ständigen Austausch mit der Pflegeakademie München entwickeln wir unsere Ansätze weiter.“

 

Teamgeist und Wertschätzung: „Miteinander und füreinander“

Die Klinik Kitzinger Land ist stolz auf das Engagement ihrer Praxisanleiterinnen. Neben den sieben Hauptverantwortlichen unterstützte auch Ulrike Kranl, Wundmanagerin der Klinik, das Team tatkräftig im Projekt „chronische Wunden“. Die Freude über die Auszeichnung ist groß – und wird gefeiert! Wie genau das Preisgeld verwendet wird, steht noch nicht fest, doch ein Teamausflug ist bereits in Planung.

Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin am Mikrofon. Weitere Veranstaltungsgäste sind unscharf im Hintergrund zu sehen.   Landrätin Tamara Bischof, Staatsministerin Gerlach und Landrath Thomas Eberth klatschen Beifall. Im Hintergrund sind andere Veranstaltungsgäste zu sehen.

 

Feier zum Abschluss des zweiten Bauabschnitts

 

Modernisierung stärkt medizinische Versorgung im Landkreis

 

Kitzingen, 27. Februar 2026 – Die Klinik Kitzinger Land hat heute mit einem Festakt den erfolgreichen Abschluss des zweiten Bauabschnitts ihrer Generalsanierung gefeiert. Das Projekt, das trotz zahlreicher Herausforderungen realisiert wurde, stellt einen bedeutenden Meilenstein für die medizinische Versorgung im Landkreis Kitzingen und der gesamten Region dar. Der Freistaat Bayern hat die Klinik bei diesem Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 24 Millionen Euro unterstützt.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte: „Der Abschluss des zweiten Bauabschnitts ist ein wichtiger Erfolg für die Region. Die Investitionen kommen vor allem den Menschen im Landkreis Kitzingen und darüber hinaus zugute und unterstreichen die Bedeutung einer guten Krankenhausversorgung. Bayern fördert den Ausbau der Krankenhausversorgung umfangreich und nachhaltig – allein in den letzten zehn Jahren (2015 bis 2024) haben wir gemeinsam mit den kommunalen Finanzpartnern rund sechs Milliarden Euro für Investitionen an Krankenhäusern bereitgestellt.“

Mit dem zweiten Bauabschnitt ist die umfassende Modernisierung verschiedener Abteilungen der Klinik abgeschlossen. Dazu gehören eine neue OP-Abteilung, eine moderne Intensivstation, die Röntgen-, Funktions- und Endoskopieabteilung sowie ein neu gestalteter Entbindungsbereich und das Labor. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten, sondern schaffen auch optimierte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Größere Flächen und funktional durchdachte Strukturen ermöglichen effizientere Arbeitsabläufe und eine zeitgemäße Patientenversorgung.

Wie Dr. Uwe Pfeiffle, Vorstand der Klinik Kitzinger Land, in seiner Begrüßungsrede betonte, war der Bauabschnitt von besonderen Herausforderungen geprägt: „Corona, Insolvenzen von Partnerfirmen und organisatorische Hürden haben uns Zeit und Nerven gekostet. Doch dank des unermüdlichen Engagements aller Beteiligten – von den Fachplanern über die Projektsteuerung bis hin zu den Handwerkern – konnten wir das Projekt erfolgreich abschließen.“ Pfeiffle dankte insbesondere dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention für die kontinuierliche Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Landrätin Tamara Bischof unterstrich in ihrer Rede die strategische Bedeutung der Generalsanierung: „Die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land war eine strategisch richtige und verantwortungsvolle Entscheidung. Mit dem zweiten Bauabschnitt stärken wir die medizinische Infrastruktur unseres Landkreises nachhaltig. Wir schaffen moderne Rahmenbedingungen für gute Medizin und Pflege – sachlich, solide und mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit.“ Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie der Pandemie, des Ukrainekriegs und steigender Baupreise konnten die Investitionen im geplanten Rahmen gehalten werden.
Prof. Breuckmann, Ärztlicher Leiter der Klinik Kitzinger Land, unterstrich die medizinischen Fortschritte durch den Neubau: „Entscheidend ist nicht, dass es schön aussieht – entscheidend ist, wie es funktioniert. Dadurch bleiben Kapazitäten frei für zusätzlich kritisch kranke Patienten. Genau das ist unser Auftrag für den Landkreis: weniger Schnittstellen, weniger Verzögerungen, mehr Sicherheit und bessere Versorgung. Und genau darum geht es.“ Breuckmann dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, das diese modernen Strukturen für die wohnortnahe, hochwertige Versorgung möglich gemacht hat.

Die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land ist damit noch nicht abgeschlossen. Für den dritten Bauabschnitt – insbesondere den Neubau der Bettenhäuser – planen wir aktuell mit Kosten von 47 Millionen Euro, davon sind bereits knapp 39 Millionen Euro im Krankenhausbauprogramm 2028 vorgesehen. Die Klinik Kitzinger Land bleibt somit ein verlässlicher Partner für die medizinische Versorgung in der Region.

Mit dem zweiten Bauabschnitt setzt die Klinik Kitzinger Land ein klares Zeichen für ihre Leistungsfähigkeit und Modernität. Die Klinik bietet ein bedarfsgerechtes Angebot von der Geburtshilfe bis zu komplexen Operationen und arbeitet eng mit regionalen Partnern wie der Mainklinik Ochsenfurt zusammen. Landrätin Bischof brachte es auf den Punkt: „Die Klinik Kitzinger Land ist ein leistungsfähiges Haus, modern ausgestattet und zukunftsorientiert aufgestellt“.

 

Raum der neuen Intensivstation mit einer Patientenpuppe und laufendem Beatmungsgerät.  Bayerische Staatsministerin Gerlach hält lächelnd eine gestrickte Babymütze in der Hand und hört Dr. Holzheid zu.  Operationssaal der Klinik Kitzinger Land. Auf dem OP-Tisch liegt eine beatmete Patientenpuppe.

Judith Gerlach und Dr. Holzheid im neuen Operationssaal.  Unscharf im Vordergrund Herr Hartl am Mikrofon, dahinter Landrätin Tamara Bischof und Vorstand der Klinik Dr. Uwe Pfeiffle.  Tamara Bischof am Rednerpult.  Dr. Pfeiffle hält vor vielen Gästen an Stehtischen eine Rede.

Prof. Dr. Breuckmann, Ärztlicher Leiter, am Rednerpult. Im Hintergrund das Veranstaltungslogo Bauabschnitt zwei - im Rhythmus des Fortschritts.

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey vor dem Kreißsaalbett mit ihren beiden Kindern, die von hinten zu sehen sind.  Dr. Monika Wegmann hält einen großen Storch aus Plüsch in der Hand, ihr Sohn steht vor ihr.

 

 

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey
entbinden in ihrer eigenen Klinik

 

Im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land sitzen zwei Frauen, die hier nicht nur arbeiten, sondern auch ihre eigenen Kinder zur Welt brachten: Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey, Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe. An ihrer Seite: ihre Kinder Leander und Julia. Was auf den ersten Blick wie ein privater Moment wirkt, ist für die Entbindungsstation der Klinik eine besondere Geschichte – und eine Bestätigung des eigenen Leitbilds: MITEINANDER UND FÜREINANDER.

 

Warum die eigene Klinik? Vertrauen als Entscheidungshilfe

Für beide Ärztinnen stand früh fest: Sie wollten in der Klinik Kitzinger Land entbinden. „Schon zu Beginn der Schwangerschaft war für mich klar, dass ich hier gebären möchte“, sagt Dr. Wegmann. „Die vertraute Umgebung, die herzliche Betreuung, die ich täglich bei Patientinnen erlebe – das wollte ich auch für mich.“ Dr. Domdey ergänzt: „Ich arbeite seit Jahren mit diesem Team zusammen und kenne die hohe Qualität der Versorgung. Der wertschätzende Umgang untereinander war für mich auch ausschlaggebend.“

Als Mitarbeiterinnen kennen sie nicht nur die Abläufe, sondern auch die Menschen, die sie begleiten. „Man hat den Heimvorteil, alle Akteure zu kennen“, betont Dr. Domdey. „Es ist beruhigend zu wissen: Hier bin ich sicher. Wenn das Kind kommt, ist alles gut.“ Dr. Wegmann nickt: „Die kurzen Wege, die gut ausgebildeten Kollegen – von den Hebammen bis zur Anästhesie – geben ein Gefühl von Geborgenheit.“ Besonders wichtig war beiden auch das Wissen, dass im Notfall sofort kompetente Hilfe zur Verfügung steht. „Auch von Seiten der Anästhesie wusste ich, dass sie hier gut ausgebildet sind, um dem Kind zu helfen, falls etwas wäre“, sagt Dr. Wegmann. „Wir haben es zum Glück nicht gebraucht, aber es war beruhigend zu wissen, dass alle bestens vorbereitet gewesen wären.“

 

Von der Ärztin zur Patientin: Eine neue Perspektive

Plötzlich auf der anderen Seite zu stehen – als Patientin, nicht als Ärztin – war für beide eine prägende Erfahrung. „Man lernt nie aus“, sagt Dr. Wegmann. „Vieles ist gar nicht so einfach, wie es von außen scheint.“ Dr. Domdey beschreibt es als „intensiv und anders“: „Als Ärztin kennt man die Abläufe rational. Aber unter der Geburt erlebt man den Prozess emotional und körperlich ganz neu.“

 

Der Kreißsaal als vertrauter Ort – und doch ganz anders

Die Atmosphäre im Kreißsaal erlebten beide als „beruhigend und getragen“. „Die 1:1-Betreuung gab mir Sicherheit“, erzählt Dr. Domdey. „Ich durfte die Geburt in meinem Rhythmus erleben.“ Dr. Wegmann schmunzelt: „Ich habe mich gefühlt 45 Mal umentschieden – Ball, kein Ball, stehen, lieber nicht. Die Hebamme war immer da, hat mir Freiraum gegeben und war trotzdem präsent.“

Besonders schön: Trotz ihrer Expertise wurden sie als Patientinnen wahrgenommen. „Keiner erwartete von uns, alles zu wissen“, sagt Dr. Wegmann. „Auch wir hatten Unsicherheiten – etwa beim Stillen oder bei Fragen zur Babypflege.“ Dr. Domdey lacht: „Ich habe auf der Wöchnerinnenstation viele Fragen gestellt. Aber die Schwestern nahmen mich ernst!“

 

Ein Leitbild wird lebendig

Die Geschichten der beiden Ärztinnen zeigen, was die Klinik Kitzinger Land ausmacht: Vertrauen, Professionalität und ein Miteinander, das über den Beruf hinausgeht. „Es ist etwas Besonderes, mit Kollegen zu arbeiten, die man auch in so intimen Momenten an seiner Seite hat“, sagt Dr. Wegmann. Hier wird das Leitbild MITEINANDER UND FÜREINANDER jeden Tag gelebt.

Und manchmal überrascht selbst die Expertise: „Ich dachte, ich hätte noch ewig Zeit – und fast hätte mein Mann die Geburt verpasst!“, erzählt Dr. Domdey. „Aber die Hebamme hat ihn rechtzeitig zurückgerufen.“ Dr. Wegmann erinnert sich: „Der Chefarzt, Jan Zupaniec, kam gerade noch rechtzeitig, um Leander zu begrüßen.“

 

 

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey spielen mit ihren Kindern im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land auf bunten Würfeln.  Dr. Monika Wegmann an der Notfalleinheit für Neugeborene.  Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land mit Blick in die Kamera. Ihre beiden Kinder sind von hinten zu sehen.  Dr. Monika Wegmann mit ihrem Kind auf dem Arm an der Versorgungsstation für Neugeborene.  Dr. Katharina Domdey mit ihrer Tochter und einem Arztköfferchen im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.  Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey mit ihren Kinder im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.  Dr. Katharina Domdey mit ihrer Tochter an der Babywaage im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.

 

 

Tamara Bischof und Birgit Jakob verteilen in den Patientenzimmern Lebkuchenherzen.  Die Landrätin überreicht Steven Cox ein Lebkuchenherz.  Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Alles Gute"

 

Ein Fest der Begegnungen: herzliche Momente, ein ökumenischer Gottesdienst und ein Festmahl, das alle vereint

 

Es war ein ganz besonderer Nachmittag, der die Klinik Kitzinger Land in ein Lichtermeer aus Vorfreude und weihnachtlicher Wärme tauchte. Mit einem Lächeln und einem Sack voller Lebkuchen-Herzen betrat Landrätin Tamara Bischof die Stationen – und brachte damit nicht nur süße Überraschungen, sondern auch echte Weihnachtsstimmung zu den stationären Patient:innen. Jeder einzelne Besuch wurde zu einem Moment der Verbundenheit: Die Landrätin nahm sich Zeit, sprach persönliche Worte, überbrachte Grüße vom Landkreis und erkundigte sich, wie es den Menschen in der Klinik ergeht. Die Antworten, die sie erhielt, waren durchweg positiv – ein Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit des Klinikteams.

Doch der Weihnachtszauber endete nicht an den Betten. Im Anschluss an die Besuche lud der ökumenische Gottesdienst alle ein: Angestellte, Patient:innen, Angehörige und Besucher fanden sich zusammen, begleitet von den kräftigen Klängen des Posaunenchors, der mit weihnachtlichen Melodien die Herzen erwärmte. Die Stimmen des Chors trugen die Lieder durch die Gänge und schufen eine Atmosphäre der Gemeinschaft und des Friedens.

Ein besonderer Höhepunkt folgte in der Klinik-Cafeteria: Vorstandsvorsitzender Thilo Penzhorn hatte im Namen der Klinik Kitzinger Land zu einem festlichen Weihnachtsmahl eingeladen – und dieses Versprechen wurde mehr als eingelöst. Nicht nur alle Mitarbeiter:innen, sondern auch ehemalige Kolleg:innen, Patient:innen, Angehörige und Besucher waren willkommen. Die Tische waren festlich gedeckt, das Buffet bot Köstlichkeiten, die so manchen überraschten: knusprige Entenkeule mit Klößen und Rotkraut, zarte Gnocchi in Sahnesoße mit Kürbistopping, dazu fränkische Weine, Bier vom Fass, Glühwein und Punsch. Und zum Abschluss? Kuchen und Plätzchen, wie es sich für eine gelungene Weihnachtsfeier gehört.

Das Besondere an diesem Fest war nicht nur das Essen, das weit über das hinausging, was man gemeinhin mit „Krankenhausküche“ verbindet – dank der Unterstützung des EDEKA Foodservice und des großartigen Engagements der Klinikküche. Es war die Vielfalt der Gäste, die hier zusammenfand: Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen Berufen und Lebenswelten, die gemeinsam lachten, plauderten und die Vorweihnachtszeit genossen. Hier wurde Diversität nicht nur gelebt, sondern gefeiert – ein fröhliches, gemütliches Beisammensein, das zeigte: In der Klinik Kitzinger Land zählt der Mensch, mit all seinen Bedürfnissen und Freuden.

Mit diesem Fest wünscht die Klinik Kitzinger Land allen eine wunderschöne Weihnachtszeit, viel Zeit für die schönen Dinge im Leben – und vor allem: Bleiben Sie gesund!

 

Der Posaunenchor spielt.   Die Pfarrin begrüßt die Gäste zum Ökomenischem Gottesdienst.  Ein singender Chor.

Ein Teller mit Entenkeule, Kloß und Rotkraut.   Gefüllte Cafeteria der Klinik Kitzinger Land.   Kuchenbuffet mit Weihnachtsdeko.   Ein Teller mit Gnocchi mit Kürbistopping.

Chefarzt Dr. Rapp wird mit einem kräftigen Händedruck von Landrätin Tamara Bischof in Ruhestand verabschiedet.

 

 

Über 23 Jahre Fleiß und Menschlichkeit – Danke, Dr. Rapp!

 

Kitzingen, 15. Dezember 2025 – Ein besonderer Moment für die Klinik Kitzinger Land: Nach über 23 Jahren als Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin wurde Dr. Rapp im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung in den Ruhestand verabschiedet. Landrätin Tamara Bischof würdigte in ihrer Rede einen Arzt, der weit mehr als seinen Beruf lebte – der die Klinik mit Herz, Verstand und unermüdlichem Einsatz prägte.

„Herr Dr. Rapp war nie ‚nur‘ Arzt – er war Arzt mit Leib und Seele“, betonte Bischof. Als OP-Koordinator, Hygienebeauftragter, Leitender Notarzt und Vorsitzender der Arzneimittelkommission trug er maßgeblich zur Entwicklung der Klinik bei: von der Optimierung der OP-Säle über den Ausbau der Regionalanästhesie bis zur Digitalisierung. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die Kooperation mit dem Blindeninstitut Würzburg, durch das Kindern mit besonderem Förderbedarf der Zugang zu wichtigen Untersuchungen ermöglicht wurde.

„Sie waren der erste Chefarzt, den ich in meiner Verantwortung eingestellt habe – heute kann ich sagen, wir haben damals genau den Richtigen eingestellt“, so Bischof. Dr. Rapps Verlässlichkeit und Einsatz machten ihn zum Vorbild für seine Kolleg:innen. Patient:innen schätzten ihn vor allem für seine Menschlichkeit und sein einfühlsames Wesen. In der Corona-Pandemie organisierte er unzählige Impfungen, gestaltete die Krankenhaussanierung mit und steht als Leitender Notarzt für den Landkreis Kitzingen in vorderster Reihe.

Dr. Rapp selbst blickte dankbar zurück: „Es waren angenehme 23 Jahre. Ich habe sehr gern hier gearbeitet.“ Trotz der Herausforderungen für Kliniken betonte er: „Es geht jedes Mal trotzdem weiter.“
Auch Klinikgeschäftsführer Herr Penzhorn hob Dr. Rapps Fleiß und klare Visionen hervor: „Sie sind ein äußerst fleißiger Mann. Und Sie haben klare Vorstellungen.“

Die Klinik Kitzinger Land dankt Dr. Rapp von Herzen für sein jahrzehntelanges Wirken und wünscht ihm für den Ruhestand alles Gute, Gesundheit und viele glückliche Momente. „Wir sind sicher: Ein Mensch wie Sie wird auch im Ruhestand nicht einfach ‚aufhören‘“, so Bischof. Dr. Rapp bleibt der Region als Notarzt verbunden – ein Geschenk für alle.

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