Praxisanleiterinnen mit Blumen in den Händen, Der Vorstand der Klinik Kitzinger Land, die Pflegeleitung Birgit Jakob und die Landrätin Tamara Bischof blicken lächelnd in die Kamera.   Die Praxisanleiterinnen stehen im Kreis auf ein einer Treppe und stoßen lachend mit Sektgläsern in der Mitte an.

 

Die sieben Praxisanleiterinnen der Klinik Kitzinger Land (v.l.n.r.: Jennifer Lepelt, Ursula Berninger, Sarah Müllender, Simone Popp, Kathrin Wurm, Marlene Kilian, Daniela Münch) freuen sich gemeinsam mit Landrätin Tamara Bischof, Pflegeleitung Birgit Jakob, Vorstandsvorsitzendem Thilo Penzhorn und Vorstandsmitglied Dr. Uwe Pfeiffle über die Auszeichnung ihrer innovativen Ausbildungskonzepte.

 

Klinik Kitzinger Land überzeugt mit fünf prämierten Konzepten

 

Innovation, Engagement und Leidenschaft für die praktische Ausbildung – diese Werte stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Zentralen Praxisanleiterinnen der Klinik Kitzinger Land. Nun wurde ihr Einsatz belohnt: Gleich fünf ihrer eingereichten Praxisanleitungskonzepte erhielten den Praxisanleiterbonus des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Mit einer Einmalzahlung in Höhe von 10.000 Euro pro Konzept würdigt das Staatsministerium die Entwicklung innovativer Ansätze, die die praktische Pflegeausbildung in Bayern voranbringen.

 

Fünf Konzepte, eine Vision: Praxisanleitung neu gedacht

Die Klinik Kitzinger Land setzt seit Jahren auf eine qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung. Die sieben Praxisanleiterinnen haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um neue Wege in der Anleitung von Auszubildenden zu gehen. Ihre eingereichten Konzepte überzeugten die Jury und wurden als „best practice“- Beispiele ausgezeichnet. Die Themen reichen von der Versorgung chronischer Wunden über die Beobachtung von Bewegungs- und Haltungsmustern bis hin zu einem Reflexionsbogen für Auszubildende, der die Selbstreflexion fördert. Weitere Schwerpunkte sind die Pflegeberichtserstellung und -übergabe sowie der Ortswechsel mit Patient:innen.
Jedes Konzept ist durchdacht bis ins Detail: Lernziele, Methoden, Medien und Zeitplanung wurden präzise aufeinander abgestimmt. „Es geht darum, den Theorie-Praxis-Transfer für unsere Auszubildenden so greifbar wie möglich zu gestalten“, erklärt Ursula Berninger, Praxisanleiterin. „Dabei ist uns wichtig, dass die Konzepte lebendig bleiben und sich stetig weiterentwickeln – genau wie wir selbst.“

 

Die Leidenschaft für die Pflegeausbildung zahlt sich aus

Die umfassende Erstellung des Praxiskonzeptes für alle Ausbildungsklassen hat in der Vergangenheit viel Zeit gekostet. Der Aufwand hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Neben der finanziellen Anerkennung stehen vor allem die gestiegene Sichtbarkeit der fachlichen Arbeit und der gelungene pflegepädagogische Aufbau für die Auszubildenden. Die Konzepte werden nun bayernweit als Vorbild für andere Einrichtungen zur Verfügung gestellt. „Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus“, betont Ursula Berninger, eine der Praxisanleiterinnen. „Im ständigen Austausch mit der Pflegeakademie München entwickeln wir unsere Ansätze weiter.“

 

Teamgeist und Wertschätzung: „Miteinander und füreinander“

Die Klinik Kitzinger Land ist stolz auf das Engagement ihrer Praxisanleiterinnen. Neben den sieben Hauptverantwortlichen unterstützte auch Ulrike Kranl, Wundmanagerin der Klinik, das Team tatkräftig im Projekt „chronische Wunden“. Die Freude über die Auszeichnung ist groß – und wird gefeiert! Wie genau das Preisgeld verwendet wird, steht noch nicht fest, doch ein Teamausflug ist bereits in Planung.

Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin am Mikrofon. Weitere Veranstaltungsgäste sind unscharf im Hintergrund zu sehen.   Landrätin Tamara Bischof, Staatsministerin Gerlach und Landrath Thomas Eberth klatschen Beifall. Im Hintergrund sind andere Veranstaltungsgäste zu sehen.

 

Feier zum Abschluss des zweiten Bauabschnitts

 

Modernisierung stärkt medizinische Versorgung im Landkreis

 

Kitzingen, 27. Februar 2026 – Die Klinik Kitzinger Land hat heute mit einem Festakt den erfolgreichen Abschluss des zweiten Bauabschnitts ihrer Generalsanierung gefeiert. Das Projekt, das trotz zahlreicher Herausforderungen realisiert wurde, stellt einen bedeutenden Meilenstein für die medizinische Versorgung im Landkreis Kitzingen und der gesamten Region dar. Der Freistaat Bayern hat die Klinik bei diesem Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 24 Millionen Euro unterstützt.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte: „Der Abschluss des zweiten Bauabschnitts ist ein wichtiger Erfolg für die Region. Die Investitionen kommen vor allem den Menschen im Landkreis Kitzingen und darüber hinaus zugute und unterstreichen die Bedeutung einer guten Krankenhausversorgung. Bayern fördert den Ausbau der Krankenhausversorgung umfangreich und nachhaltig – allein in den letzten zehn Jahren (2015 bis 2024) haben wir gemeinsam mit den kommunalen Finanzpartnern rund sechs Milliarden Euro für Investitionen an Krankenhäusern bereitgestellt.“

Mit dem zweiten Bauabschnitt ist die umfassende Modernisierung verschiedener Abteilungen der Klinik abgeschlossen. Dazu gehören eine neue OP-Abteilung, eine moderne Intensivstation, die Röntgen-, Funktions- und Endoskopieabteilung sowie ein neu gestalteter Entbindungsbereich und das Labor. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten, sondern schaffen auch optimierte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Größere Flächen und funktional durchdachte Strukturen ermöglichen effizientere Arbeitsabläufe und eine zeitgemäße Patientenversorgung.

Wie Dr. Uwe Pfeiffle, Vorstand der Klinik Kitzinger Land, in seiner Begrüßungsrede betonte, war der Bauabschnitt von besonderen Herausforderungen geprägt: „Corona, Insolvenzen von Partnerfirmen und organisatorische Hürden haben uns Zeit und Nerven gekostet. Doch dank des unermüdlichen Engagements aller Beteiligten – von den Fachplanern über die Projektsteuerung bis hin zu den Handwerkern – konnten wir das Projekt erfolgreich abschließen.“ Pfeiffle dankte insbesondere dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention für die kontinuierliche Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Landrätin Tamara Bischof unterstrich in ihrer Rede die strategische Bedeutung der Generalsanierung: „Die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land war eine strategisch richtige und verantwortungsvolle Entscheidung. Mit dem zweiten Bauabschnitt stärken wir die medizinische Infrastruktur unseres Landkreises nachhaltig. Wir schaffen moderne Rahmenbedingungen für gute Medizin und Pflege – sachlich, solide und mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit.“ Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie der Pandemie, des Ukrainekriegs und steigender Baupreise konnten die Investitionen im geplanten Rahmen gehalten werden.
Prof. Breuckmann, Ärztlicher Leiter der Klinik Kitzinger Land, unterstrich die medizinischen Fortschritte durch den Neubau: „Entscheidend ist nicht, dass es schön aussieht – entscheidend ist, wie es funktioniert. Dadurch bleiben Kapazitäten frei für zusätzlich kritisch kranke Patienten. Genau das ist unser Auftrag für den Landkreis: weniger Schnittstellen, weniger Verzögerungen, mehr Sicherheit und bessere Versorgung. Und genau darum geht es.“ Breuckmann dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, das diese modernen Strukturen für die wohnortnahe, hochwertige Versorgung möglich gemacht hat.

Die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land ist damit noch nicht abgeschlossen. Für den dritten Bauabschnitt – insbesondere den Neubau der Bettenhäuser – planen wir aktuell mit Kosten von 47 Millionen Euro, davon sind bereits knapp 39 Millionen Euro im Krankenhausbauprogramm 2028 vorgesehen. Die Klinik Kitzinger Land bleibt somit ein verlässlicher Partner für die medizinische Versorgung in der Region.

Mit dem zweiten Bauabschnitt setzt die Klinik Kitzinger Land ein klares Zeichen für ihre Leistungsfähigkeit und Modernität. Die Klinik bietet ein bedarfsgerechtes Angebot von der Geburtshilfe bis zu komplexen Operationen und arbeitet eng mit regionalen Partnern wie der Mainklinik Ochsenfurt zusammen. Landrätin Bischof brachte es auf den Punkt: „Die Klinik Kitzinger Land ist ein leistungsfähiges Haus, modern ausgestattet und zukunftsorientiert aufgestellt“.

 

Raum der neuen Intensivstation mit einer Patientenpuppe und laufendem Beatmungsgerät.  Bayerische Staatsministerin Gerlach hält lächelnd eine gestrickte Babymütze in der Hand und hört Dr. Holzheid zu.  Operationssaal der Klinik Kitzinger Land. Auf dem OP-Tisch liegt eine beatmete Patientenpuppe.

Judith Gerlach und Dr. Holzheid im neuen Operationssaal.  Unscharf im Vordergrund Herr Hartl am Mikrofon, dahinter Landrätin Tamara Bischof und Vorstand der Klinik Dr. Uwe Pfeiffle.  Tamara Bischof am Rednerpult.  Dr. Pfeiffle hält vor vielen Gästen an Stehtischen eine Rede.

Prof. Dr. Breuckmann, Ärztlicher Leiter, am Rednerpult. Im Hintergrund das Veranstaltungslogo Bauabschnitt zwei - im Rhythmus des Fortschritts.

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey vor dem Kreißsaalbett mit ihren beiden Kindern, die von hinten zu sehen sind.  Dr. Monika Wegmann hält einen großen Storch aus Plüsch in der Hand, ihr Sohn steht vor ihr.

 

 

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey
entbinden in ihrer eigenen Klinik

 

Im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land sitzen zwei Frauen, die hier nicht nur arbeiten, sondern auch ihre eigenen Kinder zur Welt brachten: Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey, Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe. An ihrer Seite: ihre Kinder Leander und Julia. Was auf den ersten Blick wie ein privater Moment wirkt, ist für die Entbindungsstation der Klinik eine besondere Geschichte – und eine Bestätigung des eigenen Leitbilds: MITEINANDER UND FÜREINANDER.

 

Warum die eigene Klinik? Vertrauen als Entscheidungshilfe

Für beide Ärztinnen stand früh fest: Sie wollten in der Klinik Kitzinger Land entbinden. „Schon zu Beginn der Schwangerschaft war für mich klar, dass ich hier gebären möchte“, sagt Dr. Wegmann. „Die vertraute Umgebung, die herzliche Betreuung, die ich täglich bei Patientinnen erlebe – das wollte ich auch für mich.“ Dr. Domdey ergänzt: „Ich arbeite seit Jahren mit diesem Team zusammen und kenne die hohe Qualität der Versorgung. Der wertschätzende Umgang untereinander war für mich auch ausschlaggebend.“

Als Mitarbeiterinnen kennen sie nicht nur die Abläufe, sondern auch die Menschen, die sie begleiten. „Man hat den Heimvorteil, alle Akteure zu kennen“, betont Dr. Domdey. „Es ist beruhigend zu wissen: Hier bin ich sicher. Wenn das Kind kommt, ist alles gut.“ Dr. Wegmann nickt: „Die kurzen Wege, die gut ausgebildeten Kollegen – von den Hebammen bis zur Anästhesie – geben ein Gefühl von Geborgenheit.“ Besonders wichtig war beiden auch das Wissen, dass im Notfall sofort kompetente Hilfe zur Verfügung steht. „Auch von Seiten der Anästhesie wusste ich, dass sie hier gut ausgebildet sind, um dem Kind zu helfen, falls etwas wäre“, sagt Dr. Wegmann. „Wir haben es zum Glück nicht gebraucht, aber es war beruhigend zu wissen, dass alle bestens vorbereitet gewesen wären.“

 

Von der Ärztin zur Patientin: Eine neue Perspektive

Plötzlich auf der anderen Seite zu stehen – als Patientin, nicht als Ärztin – war für beide eine prägende Erfahrung. „Man lernt nie aus“, sagt Dr. Wegmann. „Vieles ist gar nicht so einfach, wie es von außen scheint.“ Dr. Domdey beschreibt es als „intensiv und anders“: „Als Ärztin kennt man die Abläufe rational. Aber unter der Geburt erlebt man den Prozess emotional und körperlich ganz neu.“

 

Der Kreißsaal als vertrauter Ort – und doch ganz anders

Die Atmosphäre im Kreißsaal erlebten beide als „beruhigend und getragen“. „Die 1:1-Betreuung gab mir Sicherheit“, erzählt Dr. Domdey. „Ich durfte die Geburt in meinem Rhythmus erleben.“ Dr. Wegmann schmunzelt: „Ich habe mich gefühlt 45 Mal umentschieden – Ball, kein Ball, stehen, lieber nicht. Die Hebamme war immer da, hat mir Freiraum gegeben und war trotzdem präsent.“

Besonders schön: Trotz ihrer Expertise wurden sie als Patientinnen wahrgenommen. „Keiner erwartete von uns, alles zu wissen“, sagt Dr. Wegmann. „Auch wir hatten Unsicherheiten – etwa beim Stillen oder bei Fragen zur Babypflege.“ Dr. Domdey lacht: „Ich habe auf der Wöchnerinnenstation viele Fragen gestellt. Aber die Schwestern nahmen mich ernst!“

 

Ein Leitbild wird lebendig

Die Geschichten der beiden Ärztinnen zeigen, was die Klinik Kitzinger Land ausmacht: Vertrauen, Professionalität und ein Miteinander, das über den Beruf hinausgeht. „Es ist etwas Besonderes, mit Kollegen zu arbeiten, die man auch in so intimen Momenten an seiner Seite hat“, sagt Dr. Wegmann. Hier wird das Leitbild MITEINANDER UND FÜREINANDER jeden Tag gelebt.

Und manchmal überrascht selbst die Expertise: „Ich dachte, ich hätte noch ewig Zeit – und fast hätte mein Mann die Geburt verpasst!“, erzählt Dr. Domdey. „Aber die Hebamme hat ihn rechtzeitig zurückgerufen.“ Dr. Wegmann erinnert sich: „Der Chefarzt, Jan Zupaniec, kam gerade noch rechtzeitig, um Leander zu begrüßen.“

 

 

Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey spielen mit ihren Kindern im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land auf bunten Würfeln.  Dr. Monika Wegmann an der Notfalleinheit für Neugeborene.  Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land mit Blick in die Kamera. Ihre beiden Kinder sind von hinten zu sehen.  Dr. Monika Wegmann mit ihrem Kind auf dem Arm an der Versorgungsstation für Neugeborene.  Dr. Katharina Domdey mit ihrer Tochter und einem Arztköfferchen im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.  Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey mit ihren Kinder im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.  Dr. Katharina Domdey mit ihrer Tochter an der Babywaage im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land.

 

 

Tamara Bischof und Birgit Jakob verteilen in den Patientenzimmern Lebkuchenherzen.  Die Landrätin überreicht Steven Cox ein Lebkuchenherz.  Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Alles Gute"

 

Ein Fest der Begegnungen: herzliche Momente, ein ökumenischer Gottesdienst und ein Festmahl, das alle vereint

 

Es war ein ganz besonderer Nachmittag, der die Klinik Kitzinger Land in ein Lichtermeer aus Vorfreude und weihnachtlicher Wärme tauchte. Mit einem Lächeln und einem Sack voller Lebkuchen-Herzen betrat Landrätin Tamara Bischof die Stationen – und brachte damit nicht nur süße Überraschungen, sondern auch echte Weihnachtsstimmung zu den stationären Patient:innen. Jeder einzelne Besuch wurde zu einem Moment der Verbundenheit: Die Landrätin nahm sich Zeit, sprach persönliche Worte, überbrachte Grüße vom Landkreis und erkundigte sich, wie es den Menschen in der Klinik ergeht. Die Antworten, die sie erhielt, waren durchweg positiv – ein Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit des Klinikteams.

Doch der Weihnachtszauber endete nicht an den Betten. Im Anschluss an die Besuche lud der ökumenische Gottesdienst alle ein: Angestellte, Patient:innen, Angehörige und Besucher fanden sich zusammen, begleitet von den kräftigen Klängen des Posaunenchors, der mit weihnachtlichen Melodien die Herzen erwärmte. Die Stimmen des Chors trugen die Lieder durch die Gänge und schufen eine Atmosphäre der Gemeinschaft und des Friedens.

Ein besonderer Höhepunkt folgte in der Klinik-Cafeteria: Vorstandsvorsitzender Thilo Penzhorn hatte im Namen der Klinik Kitzinger Land zu einem festlichen Weihnachtsmahl eingeladen – und dieses Versprechen wurde mehr als eingelöst. Nicht nur alle Mitarbeiter:innen, sondern auch ehemalige Kolleg:innen, Patient:innen, Angehörige und Besucher waren willkommen. Die Tische waren festlich gedeckt, das Buffet bot Köstlichkeiten, die so manchen überraschten: knusprige Entenkeule mit Klößen und Rotkraut, zarte Gnocchi in Sahnesoße mit Kürbistopping, dazu fränkische Weine, Bier vom Fass, Glühwein und Punsch. Und zum Abschluss? Kuchen und Plätzchen, wie es sich für eine gelungene Weihnachtsfeier gehört.

Das Besondere an diesem Fest war nicht nur das Essen, das weit über das hinausging, was man gemeinhin mit „Krankenhausküche“ verbindet – dank der Unterstützung des EDEKA Foodservice und des großartigen Engagements der Klinikküche. Es war die Vielfalt der Gäste, die hier zusammenfand: Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen Berufen und Lebenswelten, die gemeinsam lachten, plauderten und die Vorweihnachtszeit genossen. Hier wurde Diversität nicht nur gelebt, sondern gefeiert – ein fröhliches, gemütliches Beisammensein, das zeigte: In der Klinik Kitzinger Land zählt der Mensch, mit all seinen Bedürfnissen und Freuden.

Mit diesem Fest wünscht die Klinik Kitzinger Land allen eine wunderschöne Weihnachtszeit, viel Zeit für die schönen Dinge im Leben – und vor allem: Bleiben Sie gesund!

 

Der Posaunenchor spielt.   Die Pfarrin begrüßt die Gäste zum Ökomenischem Gottesdienst.  Ein singender Chor.

Ein Teller mit Entenkeule, Kloß und Rotkraut.   Gefüllte Cafeteria der Klinik Kitzinger Land.   Kuchenbuffet mit Weihnachtsdeko.   Ein Teller mit Gnocchi mit Kürbistopping.

Chefarzt Dr. Rapp wird mit einem kräftigen Händedruck von Landrätin Tamara Bischof in Ruhestand verabschiedet.

 

 

Über 23 Jahre Fleiß und Menschlichkeit – Danke, Dr. Rapp!

 

Kitzingen, 15. Dezember 2025 – Ein besonderer Moment für die Klinik Kitzinger Land: Nach über 23 Jahren als Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin wurde Dr. Rapp im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung in den Ruhestand verabschiedet. Landrätin Tamara Bischof würdigte in ihrer Rede einen Arzt, der weit mehr als seinen Beruf lebte – der die Klinik mit Herz, Verstand und unermüdlichem Einsatz prägte.

„Herr Dr. Rapp war nie ‚nur‘ Arzt – er war Arzt mit Leib und Seele“, betonte Bischof. Als OP-Koordinator, Hygienebeauftragter, Leitender Notarzt und Vorsitzender der Arzneimittelkommission trug er maßgeblich zur Entwicklung der Klinik bei: von der Optimierung der OP-Säle über den Ausbau der Regionalanästhesie bis zur Digitalisierung. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die Kooperation mit dem Blindeninstitut Würzburg, durch das Kindern mit besonderem Förderbedarf der Zugang zu wichtigen Untersuchungen ermöglicht wurde.

„Sie waren der erste Chefarzt, den ich in meiner Verantwortung eingestellt habe – heute kann ich sagen, wir haben damals genau den Richtigen eingestellt“, so Bischof. Dr. Rapps Verlässlichkeit und Einsatz machten ihn zum Vorbild für seine Kolleg:innen. Patient:innen schätzten ihn vor allem für seine Menschlichkeit und sein einfühlsames Wesen. In der Corona-Pandemie organisierte er unzählige Impfungen, gestaltete die Krankenhaussanierung mit und steht als Leitender Notarzt für den Landkreis Kitzingen in vorderster Reihe.

Dr. Rapp selbst blickte dankbar zurück: „Es waren angenehme 23 Jahre. Ich habe sehr gern hier gearbeitet.“ Trotz der Herausforderungen für Kliniken betonte er: „Es geht jedes Mal trotzdem weiter.“
Auch Klinikgeschäftsführer Herr Penzhorn hob Dr. Rapps Fleiß und klare Visionen hervor: „Sie sind ein äußerst fleißiger Mann. Und Sie haben klare Vorstellungen.“

Die Klinik Kitzinger Land dankt Dr. Rapp von Herzen für sein jahrzehntelanges Wirken und wünscht ihm für den Ruhestand alles Gute, Gesundheit und viele glückliche Momente. „Wir sind sicher: Ein Mensch wie Sie wird auch im Ruhestand nicht einfach ‚aufhören‘“, so Bischof. Dr. Rapp bleibt der Region als Notarzt verbunden – ein Geschenk für alle.

 

Bewegung hält gesund – und macht auch noch Spaß! Das bewies die diesjährige Jubiläumsaktion „Gesund zur Arbeit“ des Betriebsrats der Klinik Kitzinger Land. Seit 2015 motiviert die Initiative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Sommer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Besonders beachtlich: Die Klinik liegt oben auf dem Berg in der Keltenstraße – der steile Anstieg ist für Radfahrer ohne E-Bike eine echte Herausforderung!

In diesem Jahr stellten 33 Kolleginnen und Kollegen einen neuen Teilnehmerrekord auf. Von Juni bis September sammelten die Aktiven an insgesamt 30 Tagen fleißig Kilometer – dokumentiert in einem Aktionskalender. Finanziert wurde die Kampagne von der Klinik selbst, mit dem Ziel, die „Gesunderhaltung“ der Belegschaft zu fördern. „Es ist schön zu sehen, wie viele mitmachen und sich für ihre Gesundheit engagieren“, so Thilo Penzhorn, Vorstandsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land.

Als Dankeschön gab es für alle Teilnehmer Gutscheine: Viermal 50 Euro, viermal 40 Euro und viermal 30 Euro – wahlweise für Decathlon Würzburg oder Schexs in the City Kitzingen. Wer den steilen Anstieg meistert, hat sich die Belohnung redlich verdient! Die übrigen Aktiven erhielten jeweils 20 Euro. „Hier gibt es keine Verlierer!“, betont der Betriebsrat. Die Preisverleihung fand am 1. Dezember 2025 statt.
Die Klinik Kitzinger Land freut sich bereits auf die nächste Runde – denn Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut!

Landrätin Tamara Bischof, Hebamme Zuzanna Wawrzecke-Dangendorf , Dr. Uwe Pfeiffle, Vorstandsmitglied der Klinik Kitzinger Land und Thilo Penzhorn, Vorstandsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land im Kreißsaal.   Nahaufnahme einer Hallo-Welt-Geburtskarte der Klinik Kitzinger Land, davor sitzt ein blauer Stoffhase mit roten Socken.

 

 

Modernisierung und individuelle Betreuung im Fokus

 

Landrätin Tamara Bischof besucht den Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land und tauscht sich mit Vorstandsvorsitzendem Thilo Penzhorn, Vorstandsmitglied Dr. Uwe Pfeiffle und Hebamme Zuzanna Wawrzecke-Dangendorf über die moderne Geburtshilfe vor Ort aus. Ein Zeichen der Wertschätzung für die wichtige Arbeit des Kreißsaalteams – und ein Blick in die Zukunft der Entbindungsstation.

Die Geburt eines Kindes wird in der Klinik Kitzinger Land als natürlicher Prozess begleitet, der von einem Team aus neun Hebammen und Ärzt:innen liebevoll unterstützt wird. „Wir bieten eine 1:1-Betreuung und gehen auf die Wünsche der Eltern ein“, erklärt Zuzanna Wawrzecke-Dangendorf. In einer vertrauensvollen Atmosphäre, die den Geburtsprozess positiv beeinflusst, werden individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Mutter berücksichtigt – etwa durch den Einsatz homöopathischer Mittel, wenn gewünscht.

Ein zentraler Aspekt der Geburtshilfe in Kitzingen ist die enge Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklinik Würzburg. Bei Bedarf sind die Anästhesist:innen der Intensivstation der Klinik Kitzinger Land sofort für die Neugeborenen vor Ort, und die Gynäkologie steht immer bereit. „Sicherheit hat höchste Priorität“, betont Landrätin Tamara Bischof. Sollte ein Neugeborenes besondere Aufmerksamkeit benötigen, wird es gemeinsam mit den Eltern nach Würzburg verlegt, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Ein besonderes Highlight ist die Modernisierung der Entbindungsstation: Anfang 2026 werden im Rahmen des zweiten Bauabschnitts neue Räumlichkeiten im Haupthaus fertiggestellt. Diese bieten noch mehr Komfort und eine Wohlfühlatmosphäre für die Familien.

Landrätin Bischof zeigt sich zu Recht stolz auf die zukunftsorientierte Ausrichtung der Klinik: „Hier wird moderne Medizin mit individueller Betreuung verbunden – ein echter Gewinn für die Region. Und diesen Gewinn werden wir erhalten und weiter ausbauen.“

Ursula Berninger, Eugen Reifenscheid und Emanuela Gattari stoßen mit einem Weinglas im Kaisersaal an.  Tamara Bischof hält eine Rede im Kaisersaal in der Residenz.  Stimmungsbild des Kaisersaals in der Residenz mit Blumen im Vordergrund.

 

Die Klinik Kitzinger Land feiert mit der BKG 75 Jahre Engagement für Bayern

 

Wenn die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) ihr 75-jähriges Jubiläum feiert, blickt auch die Klinik Kitzinger Land stolz auf eine lange Tradition der medizinischen Versorgung und menschlichen Zuwendung zurück. Unter dem Motto „Medizin und Menschlichkeit“ würdigt die BKG die Geschichten, die bayerische Kliniken zu besonderen Orten machen – und die Klinik Kitzinger Land ist mit sieben bewegenden Beiträgen vertreten.

Am 7. Oktober waren Emanuela Gattari, Ursula Berninger und Eugen Reifenscheid als Vertreter:innen der Klinik Kitzinger Land beim Staatsempfang in der Münchner Residenz zu Gast. Die Bayerische Staatsregierung ehrte die BKG, und Staatsministerin Judith Gerlach betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung der Kliniken für das Gemeinwohl. Auch Landrätin Tamara Bischof, 1. Vorsitzende der BKG, fand berührende Worte für das Jubiläum.

Doch die eigentliche Feier findet nicht nur in München statt – sie lebt in den 75 Geschichten, die Patient:innen, Angehörige und Beschäftigte auf www.bayerische-krankenhausgschichten.de teilen. Sie zeigen: Hinter jedem Krankenhaus steckt mehr als Medizin – es sind Menschen, die Menschen helfen.

Einer dieser Beiträge stammt von Eugen Reifenscheid, Vorsitzender des Fördervereins der Klinik Kitzinger Land. Sein Text „Mein Leben in der Klinik – geprägt von Verantwortung, Dankbarkeit und Gemeinschaft“ ist ein berührendes Zeugnis für die Verbundenheit, die eine Klinik über Jahrzehnte schafft. Reifenscheid, der 1980 als Anästhesiepfleger in der damaligen Kreisklinik begann, erinnert sich an Momente, die sein Leben prägten – wie die Rettung einer jungen Patientin, die ihn Jahre später als Mutter wiederfand.

Sein Fazit: „Eine Klinik ist mehr als ein Ort der Heilung – sie ist ein Ort des Zusammenhalts, wo man auch lachen und gemeinsam feiern kann.“ Diese Haltung prägt die Klinik Kitzinger Land bis heute: Teamgeist, Innovation und Menschlichkeit stehen im Mittelpunkt.

Die Aktion „Medizin und Menschlichkeit“ macht sichtbar, was Kliniken wie die in Kitzingen auszeichnet: persönliche Begegnungen, Fachkompetenz und Herz. Die Klinik Kitzinger Land freut sich, Teil dieser Bewegung zu sein – und lädt alle ein, die Geschichten zu entdecken, die hinter den Türen einer Klinik entstehen: www.bayerische-krankenhausgschichten.de

 

Portrait während eines Interviews von Eugen Reifenscheid.

Zum Video Eugen Reifenscheid >>>

Portrait während eines Interviews von Ursula Berninger.

Zum Video Ursula Berninger >>>

 

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Herr Jürgen Chodera von der Klinik Kitzinger Land lädt die Kindergruppe auf das Boot Namens Nixe ein.  Plakat mit der Überschrift Kinderbetreuung 2025 und vielen Handabdrücken, die mit Namen beschriftet sind.

 

 

Wie die Klinik Kitzinger Land Familien den Sommer versüßte

 

Insgesamt 75 Ferientage sind es im Jahr 2025 in Bayern. Davon sechs Wochen Sommerferien – für viele Eltern eine logistische Meisterleistung. Doch für die Mitarbeiter:innen der Klinik Kitzinger Land war die Planung auch in diesem Jahr besonders einfach: Dank des Engagements des Betriebsrats gab es zwei Wochen Ferienbetreuung der Extraklasse. Kein „klassischer Hort“, sondern ein buntes Programm mit täglichen Ausflügen, Zauberkursen und sogar einer Schifffahrt. Und das Beste? Alles kostenlos – exklusiv für die Kinder der Klinik-Mitarbeiter:innen.

Wenn Ferienbetreuung zum Abenteuer wird
Während andere Ferienbetreuungen oft auf Standardprogramme setzen, bot die Klinik Kitzinger Land ihren kleinen Gästen etwas Besonderes. Jeder Tag war ein neues Erlebnis: Die Kinder erkundeten die Geheimnisse der Klinik „backstage“, inklusive der Papierpresse, die besonders Eindruck machte. Im Fitnessraum wurden Muskeln gestählt, und manche entdeckten beim MHC Marktbreit ihr Tennistalent. Im Flatterhaus Hellmitzheim lernten die Kinder einiges über Fledermäuse – und beim Zauberer Mäd Schick sogar Tricks, die sie zu Hause vorführen konnten. Weitere Ausflugsziele wie das THW Kitzingen, die Schildkrötenauffangstation und eine Filmvorführung im Roxy durften natürlich auch nicht fehlen. „Die Kinder waren begeistert, und die Eltern konnten beruhigt arbeiten“, berichtet Barbara Leder vom Betriebsrat.

Ein Angebot, das überzeugt
Dass das Konzept ankommt, zeigen die Zahlen: Dreimal so viele Kinder wie im Vorjahr wurden angemeldet – an manchen Tagen bis zu 30. „Es war eine wunderbare, aber auch anstrengende Zeit“, lacht der Betriebsrat Jürgen Chodera. „Aber der Aufwand lohnt sich.“ Denn die Ferienbetreuung ist mehr als nur ein Service: Sie zeigt, dass die Klinik Kitzinger Land Familien wirklich versteht. „Im ländlichen Raum gibt es oft wenig Betreuungsmöglichkeiten. Wir wollten eine Lücke schließen – und den Kindern gleichzeitig unvergessliche Tage schenken.“

Teamwork macht’s möglich
Der Förderverein der Klinik unterstützte finanziell, die Küche sorgte für leckeres Essen (inklusive warmem Mittagessen nach Kindergeschmack), und Kollegen wie Max Will führten die Kinder durch die technischen Anlagen der Klinik. Selbst die Landrätin Tamara Bischof und die Polizei waren mit von der Partie. Nicht zuletzt das fantastische Betreuer-Team, das mit Engelsgeduld, kreativen Bastelideen und Leidenschaft wesentlich zum Gelingen der Aktion beigetragen hat. „Ohne das gesamte Team wäre das nicht machbar gewesen“, betont Barbara Leder.

Warum das mehr als nur Betreuung ist
„Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter:innen sich wohlfühlen – und dazu gehört auch, Familie und Beruf vereinbaren zu können“, sagt Thilo Penzhorn, Vorstandsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land. „Die Ferienbetreuung ist ein kleines, aber feines Beispiel dafür, wie wir hier leben und arbeiten. Familiär. Voll und ganz nach unserem Klinik-Leitbild: miteinander und füreinander.“ Und die Kinder? Die verabschiedeten sich nach zehn Tagen voller Spiel, Spaß und Abenteuer glücklich – und freuen sich schon auf nächstes Jahr.

 

Vor einer Fledermaus-Infotafel erklärt eine Frau einer Gruppe Kinder etwas.  Drei Kinder sitzen an einer Autorennbahn.  Die Kinder schieben einen Wagen mit Kartonagen einen Krankenhausflur entlang.  Kinder laufen durch einen Kellergang, in dem Leitungen und Rohren entlangführen.  Kinder laufen über die Alte Mainbrücke von Kitzingen in Richtung Innenstadt. Der Turm der evangelischen Kirche ist zu sehen.  Ein Mädchen schreibt bunte Buchstaben mit einem Pinsel auf ein weißes T-Shirt.  Die Kinder betrachten in der Physiotherapie-Abteilung die Trainingsgeräte.  Drei Hände halten schützend eine kleine Schildkröte.  Ein Mitarbeiter des THW Kitzingen präsentiert einigen Kindern das Einsatzfahrzeug.  Zauberer Mäd Schick führt den Kindern Zaubertricks vor.

  Der gefüllte Gemeinschaftsraum der Klinik Kitzinger Land von oben.  Dr. Elisabeth van Elten und Prof. Frank Breuckmann am Rednerpult.  Teilnehmer der Vortrages hören Dr. Elisabeth van Elten bei ihrer Präsentation zu.  Der Inhalt des Vortrages ist textlich aufgelistet von "Was ist eine Pateitenverfügung?" bis "Beispiele aus der Praxis".

Herbst-Vortragsreihe an der Klinik Kitzinger Land: Selbstbestimmung bis zuletzt – ein gelungener Auftakt

Mit einem vollen Haus und regem Interesse startete am Donnerstag, den 18. September, die Herbst-Vortragsreihe der Klinik Kitzinger Land. Im Mittelpunkt des Abends: ein Thema, das uns alle betrifft – die Frage nach Selbstbestimmung und Würde am Lebensende. Dr. Elisabeth van Elten, eine junge, engagierte Ärztin, führte die Gäste mit viel Empathie und Klarheit durch den Abend.

 

Wer entscheidet, wenn ich es nicht mehr kann?

„Therapie am Lebensende – wer entscheidet was?“ – unter diesem Titel beleuchtete Dr. van Elten die Bedeutung von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. „Es geht darum, sich frühzeitig mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen“, betonte sie. „Denn nur wer seine Vorstellungen klar formuliert, kann sicher sein, dass sie auch im Ernstfall respektiert werden.“

 

Patientenverfügung: Mehr als nur ein Formular

Eine Patientenverfügung ist kein starres Dokument, sondern ein Spiegel der eigenen Werte. Dr. van Elten ermutigte die Zuhörer:innen, sich Zeit zu nehmen und individuell niederzuschreiben, was ihnen wichtig ist. Soll die Schmerztherapie auch mit Bewusstseinsdämpfung erfolgen? Wird künstliche Ernährung nur zur Beschwerdelinderung gewünscht – oder gänzlich abgelehnt? Und wie steht es mit Wiederbelebungsmaßnahmen? Sollen sie grundsätzlich unterlassen werden oder sind sie in unvorhergesehenen Situationen, wie z.B. während einer OP, erwünscht? „Je persönlicher die Verfügung, desto besser können Ärzte und Angehörige im Notfall entscheiden“, erklärte sie.

Ein zentraler Tipp: Die Patientenverfügung sollte nicht nur im Schrank liegen, sondern auch im Zentralen Vorsorgeregister (www.vorsorgeregister.de) hinterlegt werden. So ist sie im Ernstfall schnell auffindbar.

 

Vorsorgevollmacht: Vertrauen ist alles

Während die Patientenverfügung medizinische Wünsche festhält, bestimmt die Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson, die in nicht geregelten Fällen entscheidet. „Das muss nicht immer dieselbe Person sein“, so Dr. van Elten. „Man kann verschiedene Vollmachten für Gesundheit, Finanzen oder digitale Angelegenheiten erteilen.“ Wichtig: Eine Vorsorgevollmacht entmündigt nicht – sie schafft Klarheit und entlastet Angehörige.

 

Warum das alles?

Die Antwort ist einfach: Selbstbestimmung. Wer heute vorsorgt, erspart seinen Lieben morgen schwierige Entscheidungen. Und: „Eine gut vorbereitete Verfügung hilft Ärzten, im Sinne des Patienten zu handeln – ohne unnötiges Leiden zu verlängern“, betonte die Referentin.

 

Praktische Tipps für den Alltag

• Dokumente griffbereit halten: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gehören ins Vorsorgeregister, in die elektronische Patientenakte – und am besten auch an mehrere Personen im Umkreis.
• Individuell statt Standard: Selbst verfasste Verfügungen sind wertvoller als angekreuzte Formulare.
• Hilfe holen: Hausärzte, die Betreuungsstelle des Amtsgerichts oder Broschüren des Bundesgesundheitsministeriums (www.bundesgesundheitsministerium.de) unterstützen bei der Erstellung.

 

Ein Abend, der nachdenklich macht – und Mut gibt

Die lebhafte Diskussion zeigte: Das Thema bewegt. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen – von der Beglaubigung („Für Ärzte irrelevant!“) bis zur Rolle des Vorsorgebevollmächtigten. „Am wichtigsten ist, dass man sich damit beschäftigt“, fasste Dr. van Elten zusammen. „Denn wer heute klare Worte findet, gibt morgen Sicherheit.“

 

Was kommt als Nächstes?

Die Herbst-Vortragsreihe der Klinik Kitzinger Land geht weiter – mit spannenden Themen rund um die Gesundheit. Alle Veranstaltungen auf www.k-kl.de/gesundheitsakademie.

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