Gute Qualität in der Geburtshilfe der Klinik Kitzinger Land - Dokumentationsfehler führt zu Fehlinterpretation

Dokumentationsfehler führt zu Fehlinterpretation

Keine unzureichende Qualität in der Geburtshilfe der Klinik Kitzinger Land

Bei der Datenerfassung zur Qualitätssicherung für den Bereich Geburtshilfe wurde bei der Abfrage nach der Schwangerschaftswoche anstelle 38. Woche versehentlich 35. Woche eingetragen. Dadurch wurde die Geburt „datentechnisch“ als Frühgeburt gewertet, obwohl es real KEINE Frühgeburt war. Und weil es KEINE Frühgeburt war, wurde auch kein Pädiater hinzugezogen!

Der Schreibfehler wurde korrigiert, gelangte aber erst nach Ablauf der Dateneingabefrist an die Datenannahmestelle. Die routinemäßige Nachfrage des IQTIG bzgl. dieser Auffälligkeit, ob unsere Dokumentation korrekt sei, wurde missverständlich von uns mit „ja“ beantwortet in der Annahme, dass dem IQTOG unserer korrigierten Datensatz vorlag.

Das IQTIG musste somit zu dem Ergebnis kommen, dass bei der einzigen von uns gemeldeten Frühgeburt kein Pädiater anwesend gewesen war.

Die Problematik der Fehlerdetektion wurde zusätzlich durch unterschiedliche Zeitfenster bei der Definition einer Frühgeburt  (BAQ: 32.-36. SSW vs. IQTIG: ≤ 35 SSW) erschwert.

Dieser Sachverhalt wurde mit freundlicher Unterstützung des IQTIG und der BAQ  geklärt, konnte aber an dem Ergebnis der Veröffentlichung einer „ … unzureichenden Qualität…“ nichts mehr ändern.

Die oben beschriebenen Zusammenhänge wurden aus den  veröffentlichen Mitteilungen des IQTIG und auch des Deutschen Ärzteblatts (DÄ 45/2018) unter dem Tenor „ …unzureichende Qualität …“ nicht ersichtlich.

Die Klinik Kitzinger Land konnte diesen Sachverhalt letztlich nur noch mit einem Kommentar, der zur Veröffentlichung des IQ-TIG-Jahresberichts 2017 angefügt wird, erläutern – aber leider nicht mehr korrigieren.