Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey
entbinden in ihrer eigenen Klinik
Im Kreißsaal der Klinik Kitzinger Land sitzen zwei Frauen, die hier nicht nur arbeiten, sondern auch ihre eigenen Kinder zur Welt brachten: Dr. Monika Wegmann und Dr. Katharina Domdey, Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe. An ihrer Seite: ihre Kinder Leander und Julia. Was auf den ersten Blick wie ein privater Moment wirkt, ist für die Entbindungsstation der Klinik eine besondere Geschichte – und eine Bestätigung des eigenen Leitbilds: MITEINANDER UND FÜREINANDER.
Warum die eigene Klinik? Vertrauen als Entscheidungshilfe
Für beide Ärztinnen stand früh fest: Sie wollten in der Klinik Kitzinger Land entbinden. „Schon zu Beginn der Schwangerschaft war für mich klar, dass ich hier gebären möchte“, sagt Dr. Wegmann. „Die vertraute Umgebung, die herzliche Betreuung, die ich täglich bei Patientinnen erlebe – das wollte ich auch für mich.“ Dr. Domdey ergänzt: „Ich arbeite seit Jahren mit diesem Team zusammen und kenne die hohe Qualität der Versorgung. Der wertschätzende Umgang untereinander war für mich auch ausschlaggebend.“
Als Mitarbeiterinnen kennen sie nicht nur die Abläufe, sondern auch die Menschen, die sie begleiten. „Man hat den Heimvorteil, alle Akteure zu kennen“, betont Dr. Domdey. „Es ist beruhigend zu wissen: Hier bin ich sicher. Wenn das Kind kommt, ist alles gut.“ Dr. Wegmann nickt: „Die kurzen Wege, die gut ausgebildeten Kollegen – von den Hebammen bis zur Anästhesie – geben ein Gefühl von Geborgenheit.“ Besonders wichtig war beiden auch das Wissen, dass im Notfall sofort kompetente Hilfe zur Verfügung steht. „Auch von Seiten der Anästhesie wusste ich, dass sie hier gut ausgebildet sind, um dem Kind zu helfen, falls etwas wäre“, sagt Dr. Wegmann. „Wir haben es zum Glück nicht gebraucht, aber es war beruhigend zu wissen, dass alle bestens vorbereitet gewesen wären.“
Von der Ärztin zur Patientin: Eine neue Perspektive
Plötzlich auf der anderen Seite zu stehen – als Patientin, nicht als Ärztin – war für beide eine prägende Erfahrung. „Man lernt nie aus“, sagt Dr. Wegmann. „Vieles ist gar nicht so einfach, wie es von außen scheint.“ Dr. Domdey beschreibt es als „intensiv und anders“: „Als Ärztin kennt man die Abläufe rational. Aber unter der Geburt erlebt man den Prozess emotional und körperlich ganz neu.“
Der Kreißsaal als vertrauter Ort – und doch ganz anders
Die Atmosphäre im Kreißsaal erlebten beide als „beruhigend und getragen“. „Die 1:1-Betreuung gab mir Sicherheit“, erzählt Dr. Domdey. „Ich durfte die Geburt in meinem Rhythmus erleben.“ Dr. Wegmann schmunzelt: „Ich habe mich gefühlt 45 Mal umentschieden – Ball, kein Ball, stehen, lieber nicht. Die Hebamme war immer da, hat mir Freiraum gegeben und war trotzdem präsent.“
Besonders schön: Trotz ihrer Expertise wurden sie als Patientinnen wahrgenommen. „Keiner erwartete von uns, alles zu wissen“, sagt Dr. Wegmann. „Auch wir hatten Unsicherheiten – etwa beim Stillen oder bei Fragen zur Babypflege.“ Dr. Domdey lacht: „Ich habe auf der Wöchnerinnenstation viele Fragen gestellt. Aber die Schwestern nahmen mich ernst!“
Ein Leitbild wird lebendig
Die Geschichten der beiden Ärztinnen zeigen, was die Klinik Kitzinger Land ausmacht: Vertrauen, Professionalität und ein Miteinander, das über den Beruf hinausgeht. „Es ist etwas Besonderes, mit Kollegen zu arbeiten, die man auch in so intimen Momenten an seiner Seite hat“, sagt Dr. Wegmann. Hier wird das Leitbild MITEINANDER UND FÜREINANDER jeden Tag gelebt.
Und manchmal überrascht selbst die Expertise: „Ich dachte, ich hätte noch ewig Zeit – und fast hätte mein Mann die Geburt verpasst!“, erzählt Dr. Domdey. „Aber die Hebamme hat ihn rechtzeitig zurückgerufen.“ Dr. Wegmann erinnert sich: „Der Chefarzt, Jan Zupaniec, kam gerade noch rechtzeitig, um Leander zu begrüßen.“

